Restaurant & Gaststätte Stenen Hues in 46286 Dorsten-Lembeck

Dorstener Zeitung - 22.08.2009:
    LEMBECK Das Stenen Hues ist in Lembeck und darüber hinaus eine geschätzte Adresse für gepflegte Gastlichkeit. Jetzt feiert das Lokal seinen 190. Geburtstag. Und ganz Lembeck dürfte dabei sein, wenn Bernd und Leo Langenhorst einladen.

    Am 28. August laden sie auf den Kirchplatz ein, für Unterhaltung sorgen Spielmannszug, Blaskapelle und einige Gesangsvereine.
    Für viele Vereine ist das Stenen Hues nach wie vor Vereinslokal, obwohl viele Lembecker Vereine mittlerweile eigene Häuser haben, sagt Leo Langenhorst, der den Betrieb bis 1987 führte. Gern erinnert sich der 73-Jährige an alte Zeiten zurück, als das Stenen Hues noch zentrale Anlaufstelle in der Stadt war. In den 50er Jahren wurde sogar das Arbeitslosengeld dort ausbezahlt. „Das hat dem Umsatz sicherlich nicht geschadet“, sagt Leo Langenhorst mit einem Lächeln.

    Geschichte des Hauses überall präsent

    Überall im Stenen Hues begegnet einem die Geschichte des Hauses. So hat Bernd Langenhorst noch eine Revisionsbericht der Gesundheitskommission von 1910: „In der Gaststube fehlt ein Spucknapf“, ist dort zu lesen. Kurz nach dem Ersten Weltkrieg traf sich immer ein Studentenclub in der Kneipe. „Jeder hatte seinen eigenen Bierkrug“, sagt Bernd Langenhorst. Und holt die Krüge hinter der Theke hervor.

    Leo Langenhorst kann sich noch gut an die alten Zeiten erinnern. Wenn die Bauern in den 50er Jahren am Sonntag die Kirche besuchten, stellten sie ihr Fahrrad auf der Deele der Gastwirtschaft ab. Und kamen anschließend natürlich zum Frühschoppen. „Die Zeiten, wo die Leute hier beim Frühschoppen in Dreier-Reihen vor der Theke standen, sind aber schon lange vorbei“, sagt Leo Langenhorst. Sein Sohn Bernd Langenhorst, der den Betrieb 1987 übernommen hat, pflichtet ihm bei: „Die Jugend geht viel später raus als damals. Die gehen dann ins Bett, wenn früher die Leute zum Frühschoppen kamen.“

    Vom Schneidermeister zum Gastwirt

    Was ist das Geheimnis, eine Wirtschaft über so eine lange Zeit zu führen? „Die Seiteneinsteiger kommen meistens nicht damit zurecht, dass sie keine Freizeit mehr haben“, glaubt Leo Langenhorst. „Man lebt damit“, sagt Bernd Langenhorst. In den 50er Jahren war die Trennung zwischen Familienleben und Kneipenbetrieb noch weniger gegeben. Leo Langenhorst, ausgebildeter Schneidermeister wie auch sein Vater und sein Großvater, kann sich noch an Zeiten erinnern, als Wohnzimmer, Kneipe und Schneiderwerkstatt eins waren.

    1958 habe er seinen letzten Anzug gemacht, dann eröffnete er eine Imbissbude. Aber einen Knopf könnte er doch bestimmt immer noch annähen? Leo Langenhorst lacht: „Ich bin froh, wenn meine Frau das macht.“

    Jubiläumsfeier auf dem Kirchplatz

    Die große Jubiläumsfeier findet am kommenden Freitag, den 28. 08. 2009 ab 19.00 Uhr statt. Wir feiern unser Jubiläum auf dem Kirchplatz mit dem Spielmannszug und der Blaskapelle Lembeck.

    190 Jahre Stenen Hues & 50 Jahre Bitburger Konzession Getränke, Bratwurst, Spießbraten alles 1,– Euro

    Quelle & Foto © : Dorstener Zeitung - Berthold Fehmer

Dorstener Zeitung - 15.03.2009:
    LEMBECK Am Samstagabend füllten sich die Räumlichkeiten im Café Böhmer, im Stenen Hues und in Kösters Bierstuben. Die erste Lembecker Musiknacht zugunsten der Kunst- und Musikschule lockte zahlreiche Besucher an.

    „Mal sehen was passiert“ – die Musiker im Café Böhmer hatten keinen Ablauf- oder Spielplan. Den brauchten sie auch nicht, um das Publikum zu überzeugen. Feinsten Blues bis in die späte Nacht gab es hier zu hören.

    Die Musiker improvisierten und unterstützten sich gegenseitig. Tom Vieth, Meister Michel und Christoph Urbanik gaben den zahlreichen Gästen den Blues unplugged. Ohne technische Verstärkung ging der ungekünstelte Sound unter die Haut.
    Wer es härter und rockiger mochte, war in Kösters Bierstuben gut aufgehoben. „Charlie's Parka“, fünf Musiker aus Lembeck, ließen es hier ordentlich krachen. Brit-Rock von Oasis, The Smiths und The Who dröhnte aus den Boxen.

    Lokal platzte aus allen Nähten

    Ihre mitgebrachte Fangemeinde und zahlreiche Besucher ließen das Lokal „aus den Nähten platzen“. Songs, ein wenig abseits des Mainstream, heizten dem Publikum ein. „Klasse Musik“, kommentierte ein Besucher. „Hier kann man es aushalten“. Kein Wunder: Eine heiße Blondine im Arm und ein kühles Blondes in der Hand.....und Brit-Rock vom Feinsten.

    Schunkelmusik verwöhnte die älteren Gäste

    Geschunkelt werden durfte im Stenen Hues. Hildegard Berger und Ludger Micheel verwöhnten das Publikum mit sanfteren Tönen. Als Gruppe „Querbeet“ hatten sie ein umfangreiches Repertoire an Schlagern und Tanzmusik im Gepäck. „Gute-Laune-Musik“ in deutsch und englisch brachte das Publikum zum Mitsingen und sorgte für Stimmung im Stenen Hues.
    So bot die erste Lembecker Musiknacht für jeden Geschmack etwas. Die Besucher hatten die Wahl: In die Nacht hinein schunkeln oder abrocken. Auch kulinarisch wurde einiges geboten: Rheinisches Buffet, Balkanspezialitäten oder Bistro-Küche. Gaumen und Ohren wurden in dieser Nacht ausgiebig verwöhnt.

    Quelle & Fotos ©: Dorstener Zeitung



Gaststätte Stenen Hues - www.stenen-hues.de